Pressemitteilung der Bundes-Jusos

Veröffentlicht am 27.02.2009 in Bundespolitik

Anlässlich Philipp Mißfelders Beschimpfungen von Hartz-IV-Empfängern erklärt die Juso-Bundesvorsitzende Franziska Drohsel:

Alle Hartz IV-Empfänger zu Alkoholikern und Nikotinsüchtigen zu erklären, zeigt deutlich Missfelders fehlende soziale Kompetenz und sein mangelndes Verständnis für die Probleme der Menschen. Der Sozialchauvinismus der Jungen Union ist unerträglich!

Die Junge Union versucht gezielt, ein falsches Bild von der Lebensrealität arbeitsloser Menschen zu zeichnen. Das ist negative Stimmungsmache und aktive Stigmatisierung und Ausgrenzung der Menschen, die Anspruch auf Unterstützung durch die Gesellschaft haben. Es würde der Jungen Union gut anstehen, von ihrem hohen Ross herunterzusteigen und sich der gesellschaftlichen Realität zu stellen.

Es gibt zu wenig Arbeitsplätze für alle arbeitssuchenden Menschen. Ein menschenwürdiges und existenzsicherndes Leben mit monatlich 351 Euro ist nicht möglich. Die ALG II-Regelsätze müssen gerade auch für Kinder erhöht werden. Jeder hat ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben!

 

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