Jusos gedenken den Opfern und Angehörigen der Attentate von Oslo und Utøya

Veröffentlicht am 27.07.2012 in Veranstaltungen

Potsdam. 22. Juli 2012

In einer würdigen Gedenkveranstaltung haben die Jusos Brandenburg mit vielen brandenburgischen SozialdemokratInnen der Opfer von Oslo und Utøya gedacht.
Ein Jahr zuvor hatte der bekennende Rechtsextremist Anders Behring Breivik zunächst eine Autobombe im Osloer Regierungsviertel gezündet und anschließend auf der Insel Utøya ein Massaker angerichtet. Insgesamt 77 Menschen wurden hierbei getötet.

Die überwiegende Anzahl der Opfer waren junge Genossinnen und Genossen der Jugendorganisation der norwegischen Sozialdemokratie AUF. Mit Ihnen fühlen sich die Jusos Brandenburg besonders verbunden ? standen sie doch für die gleichen Werte und Ideale.

Das Ziel der Anschläge war die offene Gesellschaft Norwegens, die wie keine andere durch Norwegens Sozialdemokratie verkörpert wurde. Die Anschlagsziele waren daher nicht zufällig gewählt, darin waren sich die Anwesenden einig.
Der Juso-Landesvorsitzende Nico Ruhle mahnte in seiner kurzen Rede, nicht nachzulassen, wenn es um die Verteidigung von Freiheit und Demokratie ginge. Auch Verbote rechtsextremer Vereinigungen gehörten dazu.
Der Landesvorsitzende der SPD Matthias Platzeck würdigte den sachlichen Umgang der Norweger mit dieser Katastrophe. Bewundernswert sei es, dass die Offenheit der Gesellschaft bewahrt wurde.

Unter den rund 50 Gästen waren neben dem Ministerpräsidenten und Landesvorsitzenden der SPD, Matthias Platzeck, auch die brandenburgische Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein, der Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ralf Holzschuher, Potsdams Bürgermeister Jann Jakobs und der Potsdamer SPD-Chef Mike Schubert.

Im Anschluss an die kurzen Gedenkreden pflanzten die Jusos einen Apfelbaum auf dem Gelände des Potsdamer Regine-Hildebrandt-Hauses. Dieser soll als Symbol des Lebens und der Hoffnung ganzjährig an die schrecklichen Ereignisse von Oslo und Utøya erinnern. Die Anwesenden legten zum Abschluss noch 77 Rosen nieder – eine für jeden der Getöteten – um dann in einer Schweigeminute gemeinsam der Opfer zu gedenken.

Die örtlichen Jusos aus Potsdam, die maßgeblich an der gelungenen und würdigen Gedenkveranstaltung beteiligt waren, luden danach zum gemeinsamen Frühstück ein. Hier wurden die Ereignisse in Norwegen nochmals reflektiert und Strategien gegen Rechtsextremismus ausgetauscht.

Der Landesvorstand der Jusos bedankt sich bei allen Beteiligten, die gemeinsam mit uns diese Tat nie in Vergessenheit geraten lassen dürfen.

 

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