Europäisches Parlament verbietet Handel mit Robbenprodukten

Veröffentlicht am 10.05.2009 in Europa

Robben werden innerhalb und auch außerhalb der EU gejagt, um aus ihnen eine große Bandbreite an Erzeugnissen zu gewinnen: Fleisch, Öl, Organe und Felle. Die daraus hergestellten Produkte, wie unter anderem Textilien aus verarbeiteten Robbenhäuten und -fellen sowie Omega-3-Kapseln, werden auch auf dem EU-Binnenmarkt gehandelt. Manche dieser Produkte können heute auch schon künstlich erzeugt oder durch andere natürliche Produkte ersetzt werden. Für die Verbraucher ist es schwierig oder gar unmöglich, diese Produkte zu unterscheiden.

Das Robbenjagen ist eine sehr brutale Angelegenheit, bei der weltweit rund 900.000 Jungtiere pro Jahr mit Stöcken erschlagen werden, um ihr wertvolles Fell für die weitere Verarbeitung nicht zu beschädigen. Begründet wird die Robbenjagd vor allem mit dem Schutz wichtiger Fischgründe. Mehrere EU-Mitgliedstaaten haben bereits Vorschriften zur Regelung des Handels mit Robbenerzeugnissen erlassen, die den Import und die Herstellung von Robbenerzeugnissen verbieten. Einige Mitgliedstaaten haben allerdings bisher keinerlei diesbezügliche Vorschriften. Dies wird nun europaweit geregelt.

Um dieser Tierquälerei ein Ende zu setzen, stimmte eine große Mehrheit der Abgeordneten für eine Verordnung, die den Handel mit Robbenerzeugnissen innerhalb der EU weitgehend verbietet. Die Produktion, der Import und die Vermarktung von Robbenfellen und anderen Robbenerzeugnissen sind nicht mehr erlaubt. Durch die Einschränkung der Vermarktung dieser Produkte fällt ein großer Markt für Robbenpelze weg. Das Abschlachten der Tiere verliert dadurch deutlich an Attraktivität.

Die Sozialdemokraten waren von Anfang an auf der Seite des Tierschutzes und haben in der vorangegangen Debatte vehement gegen die Linie der Liberalen gekämpft, die ein Zertifikat für "human gejagte" Tiere einführen wollten. Dies wäre nicht nur zynisch, sondern schwer kontrollierbar gewesen, daher sind die Abgeordneten der sozialdemokratischen Fraktion froh, dass sie die strengeren Regeln durchsetzten konnten.

Ausnahmen von dem Gesetz gelten für die nordischen Naturvölker wie die Inuit, da die Robbenjagd zu ihren Lebensgrundlagen zählt. Die Inuit dürfen Erzeugnisse aus Robben auch für den Eigenbedarf verkaufen, wenn die Tiere waidgerecht gejagt worden sind.

Die Verordnung wird in naher Zukunft, nämlich 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt, in Kraft treten. Falls gegen diese Vorschriften verstoßen wird, sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, wirksame Sanktionen zu verhängen, die verhältnismäßig aber gleichzeitig abschreckend sein sollen. Darüber hinaus müssen die Mitgliedstaaten alle vier Jahre der EU-Kommission über die Maßnahmen berichten, die sie zur Durchsetzung dieser Verordnung getroffen haben, damit der Schutz der Robben dauerhaft gewährleistet ist.

 

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